Eachine Racer 250 Racecopter im Test

von Béla
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Mittlerweile ist auch Eachine mit einem eigenen 250er Racecopter vertreten. Nachdem es diesen bei Banggood vor Kurzem im Angebot gab, konnte ich nicht widerstehen. Das Besondere an dem Angebot ist, dass quasi alles (inkl. Ladegerät und Akku) dabei ist, er fertig montiert ist – und das alles zu einem sensationellen Preis, wie ich finde. Hier möchte ich euch meine ersten Eindrücke von dem Miniquad kurz berichten. Von einem Baubericht will ich hier nicht sprechen 😉

Eachine Racecopter 250

Eachine Racecopter 250

Wo kann man ihn kaufen? Hier: Eachine 250

Lieferung und Inhalt

Das Paket kam aus den Niederlanden und hat trotzdem ca. 2 Wochen gedauert. Was bekommt man alles:

  • Copter fertig montiert
  • Videosender
  • Antenne für Videosender
  • OSD integriert
  • 1x Akku 3S1500
  • Ladegerät
  • Props
  • Schlüsselband „Eachine“ und Maulschlüssel für Props (aus Carbonplatte gefräst)

Alles zusammen ist in einem Schaumstoffblock verpackt, der sich auch gut zum Transport eignet.

Lieferinhalt des Eachine 250 Racecopter

Lieferinhalt des Eachine 250 Racecopter

Was sofort auffällt: Es ist schon alles dran, was so ein Racer braucht. Motoren, Regler, Controller, OSD, Kamera – alles schon montiert. Man braucht also nur noch eine Videobrille, einen 5.8GHz Rx und einen Empfänger.

Frontansicht des Eachine Copters

Frontansicht des Eachine Copters

Rückseite des Copters

Rückseite des Copters

Gewicht

So wiegt er 426g. Mit dem beiliegenden Akku sind es 560g.

Aufbau des Eachine Racer 250

[stextbox id=“alert“]Als Erstes sollte man unbedingt die Antenne aufschrauben. Sonst grillt man den Videosender beim ersten Akku-Anschließen!![/stextbox]

Der Empfänger ist schnell angeschlossen. Ich nutze den Graupner Gr-12 mit PPM und schließe daher nur den Stecker für Kanal 1 (schwarz, rot, weiß) an. Bei PWM-Empfängern ist die Reihenfolge

  • Schwarz-rot-weiß: Kanal 1 und Power
  • Blau: Kanal 2
  • Gelb 1: Kanal 3
  • Grün: Kanal 4
  • Gelb 2: Kanal 5
  • Schwarz: Kanal 6

Damit ist der Copter auch schon fertig aufgebaut. Propeller werden logischerweise erst als Letztes aufgeschraubt. Jetzt geht es ans Controller-Einstellen. Verbaut ist ein CC3D. -> OpenPilot GCS herunterladen: http://web.archive.org/web/20160405111226/https://www.openpilot.org/download/ (Dabei unbedingt Version 15.02.02 wählen, die andere funktioniert nicht mit dem Board). Die Fehlermeldung bei der obigen Version habe ich ignoriert, es ging trotzdem. Ich habe bewusst kein Update gemacht. Es sind schon Voreinstellungen geladen, die ich erst mal verwendet habe, um zu sehen, ob er auch „out of the box“ fliegt.

Einstellungen der Software:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Setup 01
Setup 01
Setup 02
Setup 02
Setup 04
Setup 04
Setup 05
Setup 05
Setup 06
Setup 06

Was musste im GCS eingestellt werden:

  • auf PPM umstellen
  • Transmitter Setup Wizard und Knüppel kalibrieren
  • unter RC-Input Kanäle zuordnen und Flightmodes einstellen (etwas missverständlich: „Attitude“ ist hierbei Self-Level, „Rate“ ist der manuelle Modus)
  • Arming musste eingestellt werden
  • Die Regler musste ich noch einlernen, sie waren völlig ungleich kalibriert. (Das geht über die Funktion „Test outputs“. Vorher alle vier über „Link“ verbinden. Dann Akku ab, die vier Schieber ganz nach rechts -> Akku ran -> auf die zweite Piepfolge warten und dann die Schieber ganz nach links schieben -> auf das Bestätigungspiepsen warten. Akku ab. Fertig!)
Setup 07

Setup 07

Fliegen:

Er fliegt mit den Standardeinstellungen und das gar nicht mal so schlecht. Gemütliches Rumkurven geht, richtig zackig geht er so aber nicht ums Eck. Was man sofort merkt, ist, dass er eher schwach motorisiert bzw. recht schwer ist. Beim Abfangen bin ich ständig am Vollgasgeben. Mir ist er mit den Standard-PIDs zu „weich“ und nicht stabil genug. Fliegen kann man damit aber schon. Ich habe die PIDs also mal auf die Werte aus dem RCG-Forum geändert, damit fliegt er sich viel besser!

Setup 08

Setup 08

Setup 09

Setup 09

Was gibt es noch zu berichten?

  • Die Kamera kann leicht gekippt werden. Man muss sie mit Nachdruck verschieben, da sie zwischen oberer und unterer Platte eingeklemmt ist. Eigentlich müsste man sie aber noch etwas mehr kippen können, aber da kann man ja noch etwas wegschleifen.
  • Die LEDs vorne sieht man sehr gut, auch bei Sonnenschein. Die hinteren werden im Wald besser zur Geltung kommen.
  • Der Schwerpunkt stimmt ziemlich gut, ohne Mobius.
  • Das OSD ist gut zu sehen, kann durch kurzen Druck auf den Kanal-Taster des Video-Tx etwas nach unten verschoben werden. Ich brauche es eigentlich nicht, ist jedoch praktisch, da es den aktuellen Kanal und die Akkuspannung anzeigt. Der Messwert ist 0,1V zu niedrig.
  • Der Akku scheint mir nicht sehr spannungsstabil zu sein. Werde ich beobachten.
  • Das Ladegerät lädt den Akku über den Balancer-Anschluss. Es funktioniert. Gut ist, dass es die Zellen einzeln lädt, aber es braucht ewig (zwischen 2-3h!!). Blöd: Es ist nur ein US-Stecker dabei.
  • Die Unterseite ist mit Moosgummi beklebt. Extra Gewicht, aber angenehm (kratzt weniger?).
  • Die Motorlager haben erbärmlich viel Spiel. Ich bin gespannt, wie lange die halten.
  • Die Kamera muss ich noch bei starken Kontrasten testen, ebenso die Reichweite des Tx. Scheint aber im normalen Rahmen für 5.8 GHz zu liegen.
Racecopter im RasenRacecopter im Rasen von untenRacecopter im Rasen

Fazit

Ein günstiger Einsteiger-Quad, der in einer Stunde flugfertig ist (nicht, wenn man sich gar nicht auskennt!). Für den Preis ein super Angebot, insbesondere wenn man nicht schrauben möchte. Das Ladegerät ist Mist.

Update:

  • 6-Zoll-Props passen nicht
  • Mit 5045 hat er ein klein bisschen mehr Power
  • Der Akku hält (neu) etwa 1 Minute weniger als die Hobbyking Nanotec (gebraucht).
  • Seit einer kleinen „Bodenrolle“ geht der hintere LED-Balken nicht mehr.
  • Die Kamera ist deutlich schlechter als die Sony 600 TVL. Aber das war bei einer CMOS ja zu erwarten.

Geplante Modifikationen

  • Controller flashen auf Cleanflight
  • Spannungswarnung über Telemetrie (wenn ich fliege, habe ich doch keine Zeit, das OSD zu lesen 😉
  • Betaflight auf die CC3D

Cleanflight/Betaflight auf die CC3D

Das wird in diesem Video hier beschrieben.

 

 

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7 Kommentare

Alexander 12.07.2017 - 17:41

Ich habe den Eachine auch seit ein paar Tagen. Muss sagen, er lohnt sich wirklich. Vorallem als Drohnenanfänger ist er wirklich toll.

Fliegt sozusagen direkt nach dem Auspacken. Danke Bela für die Einstellungshinweise!

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Mein Name 03.08.2017 - 13:42

Habe ihn mir aufgrund der Rezension bei Banggood für 110.94 € auch gekauft. Für Anfänge perfekt, dazu noch eine billige Fernsteuerung evtl. Spektrum… Für das Geld eine super Investition!!!! Danke vielmals!

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Metzger 11.08.2017 - 20:14

Geiles Gerät für den Anfang. Die Einstellungen mit 3S sind super. Nur mit 4S überschlägt er sich.
Bräuchte da mal Hilfe. Ich fliege sonst nur Heli und Fläche.

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Christoph Bimmer 12.08.2017 - 10:39

Hey Metzger, inwiefern überschlägt er sich? Schaukelt er sich auf und überschlägt sich dann? Dann stimmen Deine PID Werte nicht…

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Metzger 16.08.2017 - 21:32

Mit 3s und obigen Einstellungen fliegt der Copter nicht schlecht.
Mit 4s ist er kurz nach den Start auf den Rücken gelandet.
Muss mich da wohl noch ein wenig rein lesen.
Weis noch nicht so recht wie ich die PID Werte ändern muss.

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Florian 01.10.2017 - 23:04

Ich habe mir als Anfänger ein Kit inklusive Fernsteuerung bei banggood bestellt und bin bisher begeistert. Auch für technisch versierte Einsteiger sehr gut zu fliegen, ich habe bis auf ein paar harte Ladungen keine echten Probleme gehabt.
Blöd ist, dass die Fernsteuerung bei RX so lange einen vollen Akku zeigt, bis sich der Copter nicht mehr steuern lässt und Höhe verliert. Aber auch diese Zeichen lernt man schnell zu deuten.

Mal sehen, wie die „Karriere“ weiter geht. Bisher viel Spaß für wenig Geld.

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Christoph Bimmer 05.10.2017 - 17:27

Hi Florian,

find ich gut. Ich mag ihn auch sehr. Zwar kein richtiger Highpower Racer aber sehr sehr gut für den Anfang!

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