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Fläche oder Copter? Etwas Klarzustellen.

von Dominik Bogensperger

Wer kennt das nicht? Man sieht in der Nachbarschaft oder im Fernsehen ein paar Leute mit Ihren Modellen herumfliegen und will das einfach auch haben… Doch wie fange ich an? Was ist das beste Modell für mich? Welches ist Anfänger geeignet? Diese Fragen versuche ich hier zu beantworten.

1. Besteht bereits Flugerfahrung?

Fliegen ist wie Autofahren. Ohne Erfahrung setzt man sich besser in ein selbstfahrendes Auto und nutzt Fahrassistent, ABS, ESP … . Mit Erfahrung reichen die Basics und der Spaß wird ohne elektronische Helferlein umso größer! Prinzipiell fällt der Einstieg mit Multicoptern einfacher.

2. Besteht nur privates oder auch kommerzielles Interesse?

Hier trennen sich zwei Welten. Privates fliegen ist schnell erlaubt und bedarf lediglich der richtigen Versicherung. Wohingegen kommerzielles fliegen sehr strengen Auflagen und Richtlinien unterliegt. Hierzu bedarf es nicht nur umfangreicher Erfahrung, sondern auch Geld. Registrierungen, Aufstiegsgenehmigungen und rechtliches Know-how sind unabdingbar. Die Tendenz geht bei kommerzieller Nutzung in Richtung Multicopter und bei privater Nutzung je nach Präferenz auch in Richtung Fläche. Bei uns geht´s primär ums Hobby.

3. Wie hoch ist mein Budget?

In den vergangenen Jahren ist die benötigte Technik sehr schnell und sehr billig geworden. Das zeigt auch der aktuelle Branchenboom. Trotzdem kostet das Hobby schlichtweg viel Geld. Laufende Kosten wie Akkus, Werkzeug oder Ersatzteile sollten nicht vergessen werden. Das gilt sowohl für den Eigenbau, als auch für das Fertigset. Letztere lassen sich meist schlecht mit vorhandenem Equipment kombinieren und Firmen wie DJI, der Apple des Modellbau, sind zwar prinzipiell nicht schlecht, gleichzeitig aber teuer und unflexibel. Selber bauen macht fett! Und spart Geld. Für einen kompletten Neuanfang sind, egal ob Fläche oder Copter, mindestens 250 – 500 Euro zu kalkulieren (Bsp.: mit Akkus, Ladegerät, Ersatzteilen, Funke, DIY-Brille…). Finanziell sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Billiges Equipment findet man übrigens prinzipiell immer bei den Klassikern (Banggood oder Hobbyking), unterstützt damit aber nicht die heimischen Hersteller und macht Abstriche in Sachen Qualität. Außerdem sollte Zoll und lange Lieferzeiten beachtet werden 😉

4. Existieren Grundkenntnisse im „Basteln“? (löten, kleben, … …)

Teure Fertigsets, zu finden unter den Kürzeln RTF (Ready To Fly) oder ARF (Almost Ready To Fly), werden im Plug´n´Play – Style ausgeliefert, müssen früher oder später aber trotzdem gewartet werden. Eigenbauten sowieso. In unserem Blog findet Ihr vornehmlich letzteres und könnt viele Stunden mit dem Nachbau unserer Projekte verbringen. Das macht nicht nur richtig Spaß, sondern fördert Konzentration und Know-how. Sollte es mal nicht weiter gehen, dann kommentiert und fragt nach. Wir helfen. Prinzipiell setzt das Hobby aber ein gewissen Grundverständnis im „Basteln“ voraus. Die Entwicklung des eigenen Wissens UND der Austausch mit Kollegen sind, abgesehen vom Fliegen selbst, der eigentliche Kern des Hobbys. Die Mehrheit aller Modellbauer ist daher immer sehr hilfsbereit 😉

5. Was will ich überhaupt fliegen?

Diese Frage ist schlichtweg nicht zu beantworten und beweist die Vielfältigkeit unseres Hobbys. VomTurbinenjet über einenRacecopter, bis hin zum Nurflügler oder einem Penis ist ALLES möglich. Solange es fliegt und eine Kamera und einen Sender tragen kann.

6. Die Frage der Fragen. Fläche oder Copter?

Wie gesagt, eine klare Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Die Möglichkeiten und das Fluggefühl unterscheiden sich zum Teil sehr stark. Prinzipiell gilt aber: Egal wie Ihr euch entscheidet, fangt mit Einsteigermodellen an und trainiert am Simulator. Das spart Zeit, Geld und Nerven. Es folgt die Sucht und schwups geht´s sukzessive ans Hocharbeiten und plötzlich ist der Keller voller Modelle. Die ersten Schritte fallen meistens unnötig schwer, also traut euch!!

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