Im Test: Eachine MC01 AiO 40 Kanäle FPV Kamera inkl. Raceband

von Daniel
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Beim Stöbern im Netz bin ich über die Raceband-fähige Eachine MC01 AIO 40Ch Cam gestolpert. Rund 25 € für eine Kamera mit 40 Kanälen, 25 mW Sendeleistung, CL-Antenne und der Möglichkeit, den Kanal des Videosenders über einen freien Kanal an der Fernsteuerung umzuschalten – das musste ich einfach probieren! Hier kommt eine kleine Review zu der Cam

Testbericht Eachine MC01 AIO 40Ch FPV-Cam

Testbericht Eachine MC01 AIO 40Ch FPV-Cam

Lieferumfang

  • AIO 40-Kanal-Kamera mit CL-Antenne
  • 2 Anschlusskabel (1x komplett auf Servostecker aufgelegt, eines mit separatem Spannungsanschluss)
  • 3 Balancer-Buchsen für 2, 3 und 4S
  • Kurzanleitung
Packungsinhalt AiO Kamera

Packungsinhalt AiO Kamera

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Gesamtgewicht

Gesamtgewicht mit Gehäuse und Kabel: 8,25 Gramm

Gewicht der AIO Kamera

Gewicht der AIO Kamera

Ohne Gehäuse

Gewicht ohne Gehäuse

Gewicht ohne Gehäuse

Gesamtgewicht ohne Gehäuse: 7,25 Gramm

Ausstattung der AiO FPV Kamera

Die Kamera verfügt über einen 40-Kanal-25-mW-Sender, der sich mit 1-Knopf-Bedienung einfach einstellen lässt (kurz drücken, um einen Kanal hochzuschalten; lang drücken, um ein Band weiterzuwechseln). Besonders vorteilhaft ist hier die 7-Segment-Anzeige, da zuerst das Band (A, B, E, F, R) und dann der Kanal angezeigt wird.

Rückansicht und Taster

Rückansicht und Taster

Über den PWM-Eingang lässt sich der Kanal ebenfalls wechseln. Hierbei wird einfach die volle Impulsbreite (1000 ms = CH1, 2000 ms = CH8) ausgenutzt. Wird diese Funktion nicht benötigt, kann man das Kabel einfach unbelegt lassen. Hier zur leichteren Verständlichkeit ein kurzer Ausschnitt vom Umschalt-Test mit einem Servotester:

Systemfunktionen der Eachine Kamera

Mit dem zweiten Knopf lassen sich die Systemfunktionen einstellen:

  • 2 Sek. Drücken, um das Bild um 180° zu drehen (Balken oben und unten blinken auf der 7-Segment-Anzeige)
  • 5 Sek. Drücken, um das Bild zu spiegeln (Balken links und rechts blinken auf der 7-Segment-Anzeige)
  • 10 Sek. Drücken, um die Videoausgabe von NTSC auf PAL (oder auch wieder zurück) umzustellen

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Technische Daten der AiO Kamera mit Raceband

  • Maße: (LxBxH) 25 mm x 12 mm x 18 mm bzw. mit Linse sind es 25 mm x 19,8 mm x 18 mm und mit Antenne und Linse 25 mm x 19,8 mm x 48,3 mm
  • Antenne: RHCP
  • Kanäle: 40CH (A-Band [TBS], B-Band, E-Band [Boscam], F-Band [ImmersionRC] und Raceband [ImmersionRC])
  • Gemessene Sendeleistung: 19 mW (mit IRC Powermeter)
  • Gewicht: mit Plastikschutz 8 g, ohne Gehäuse 7 g, ohne Kabel/Stecker 6 g
  • Versorgungsspannung: 5–17 V
  • Stromaufnahme: 110 mA bei 2S (7,4 V)
  • Videostandard: PAL und NTSC (über Tastenmenü leicht einstellbar)
  • Sonderfunktionen: Kanalwechsel über PWM
  • Video drehen (180° und/oder spiegeln)
  • Videostandard wählbar über Tastenmenü

Pros:

  • Kanäle über PWM einstellbar und somit quasi on the fly wechselbar
  • 40 Kanäle (unter anderem Raceband)
  • 7-Segment-Anzeige (keine Liste mehr, welche LED bedeutet was, sondern saubere, schnelle Ablesbarkeit)
  • Videobild kann gedreht und gespiegelt werden
  • LC-Filter + Step-down schon integriert (2-4S tauglich ohne Modifikation)
  • CP-Antenne an Antennenkabel verlötet, anstatt an leicht brechendem Platinenstück wie bei den anderen AIO-Modellen und allgemein sehr robust ausgeführt
  • CP-Antenne aus dickerem Blech gestanzt und ordentlich verlötet (ohne „Kondensator“, wie man ihn sonst von den Billig-Antennen her kennt)
  • Performance (Reichweite und Bildstabilität)
  • Gute Auflösung und Farben
  • Anschlüsse steckbar ausgeführt, somit kann sie leicht zwischen den verschiedenen Modellen hin- und her gewechselt werden.

Contras:

  • Etwas schwerer als andere AIO-Cams (dafür aber auch robuster)
  • Linse war zwar fokussiert, aber nicht fixiert (lässt sich mit einem Tropfen Heißkleber (aka. Sepp-Fix) einfach beheben)
  • Durch den Step-down zwar bis zu 4S-fähig, aber bei der Verwendung in 1S-Modellen wird ein Step-up (z.B. Pololu) benötigt

Test:

Ich habe die Kamera zum Testen auf meinen Losi 1:24 geschnallt. Als Erstes ist die Reichweite positiv hervorzuheben. Ich habe mit der Standardkonfiguration 4 cm über dem Boden über 500 m Reichweite erzielt (bei 300 m gingen die ersten Störungen los, bei 500 m waren sie dann so stark, dass ich bei einem Flugmodell umgedreht wäre). Beim Rumspringen im Skatepark hat sich dann auch die Robustheit der Antenne gezeigt: Ich bin mehrere Male direkt aus verschiedenen Höhen auf der Antenne gelandet und geschlittert, ohne sie zu verbiegen. So sah die Kamera danach aus:

Kamera nach Absturz

Kamera nach Absturz

Allgemein macht die Kamera einen ordentlich durchdachten und soliden Eindruck. Die Spannung wird ordentlich gefiltert. Die Farben kommen schön klar rüber und auch die Übertragung ist stabil.

Testfahrt:

Fazit:

Für mich ist die Kamera eine klare Kaufempfehlung für alle, die auf der Suche nach einer günstigen UND robusten AIO-Cam sind. Vor allem durch die steckbaren Anschlüsse, das drehbare Bild und die stabile Antennenausführung ist sie sehr flexibel und universell einsetzbar. Einzig mit dem Gewicht und der min. 5 V Eingangsspannung ist sie weniger für Kleinstmodelle mit 1S-Lipo geeignet (aber trotzdem nutzbar! Man braucht halt einen Step-up-Wandler), dafür aber super für kleine RC-Cars oder Copter (z.B. MQX oder VL919)

Hier nochmal der Link zur Cam Eachine MC01 AIO 40Ch Cam 🙂

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