Beim Stöbern im Netz bin ich über die Raceband-fähige Eachine MC01 AIO 40Ch Cam gestolpert. Rund 25 € für eine Kamera mit 40 Kanälen, 25 mW Sendeleistung, CL-Antenne und der Möglichkeit, den Kanal des Videosenders über einen freien Kanal an der Fernsteuerung umzuschalten – das musste ich einfach probieren! Hier kommt eine kleine Review zu der Cam
Lieferumfang
- AIO 40-Kanal-Kamera mit CL-Antenne
- 2 Anschlusskabel (1x komplett auf Servostecker aufgelegt, eines mit separatem Spannungsanschluss)
- 3 Balancer-Buchsen für 2, 3 und 4S
- Kurzanleitung
Gesamtgewicht
Gesamtgewicht mit Gehäuse und Kabel: 8,25 Gramm
Ohne Gehäuse
Gesamtgewicht ohne Gehäuse: 7,25 Gramm
Ausstattung der AiO FPV Kamera
Die Kamera verfügt über einen 40-Kanal-25-mW-Sender, der sich mit 1-Knopf-Bedienung einfach einstellen lässt (kurz drücken, um einen Kanal hochzuschalten; lang drücken, um ein Band weiterzuwechseln). Besonders vorteilhaft ist hier die 7-Segment-Anzeige, da zuerst das Band (A, B, E, F, R) und dann der Kanal angezeigt wird.
Über den PWM-Eingang lässt sich der Kanal ebenfalls wechseln. Hierbei wird einfach die volle Impulsbreite (1000 ms = CH1, 2000 ms = CH8) ausgenutzt. Wird diese Funktion nicht benötigt, kann man das Kabel einfach unbelegt lassen. Hier zur leichteren Verständlichkeit ein kurzer Ausschnitt vom Umschalt-Test mit einem Servotester:
Systemfunktionen der Eachine Kamera
Mit dem zweiten Knopf lassen sich die Systemfunktionen einstellen:
- 2 Sek. Drücken, um das Bild um 180° zu drehen (Balken oben und unten blinken auf der 7-Segment-Anzeige)
- 5 Sek. Drücken, um das Bild zu spiegeln (Balken links und rechts blinken auf der 7-Segment-Anzeige)
- 10 Sek. Drücken, um die Videoausgabe von NTSC auf PAL (oder auch wieder zurück) umzustellen
Technische Daten der AiO Kamera mit Raceband
- Maße: (LxBxH) 25 mm x 12 mm x 18 mm bzw. mit Linse sind es 25 mm x 19,8 mm x 18 mm und mit Antenne und Linse 25 mm x 19,8 mm x 48,3 mm
- Antenne: RHCP
- Kanäle: 40CH (A-Band [TBS], B-Band, E-Band [Boscam], F-Band [ImmersionRC] und Raceband [ImmersionRC])
- Gemessene Sendeleistung: 19 mW (mit IRC Powermeter)
- Gewicht: mit Plastikschutz 8 g, ohne Gehäuse 7 g, ohne Kabel/Stecker 6 g
- Versorgungsspannung: 5–17 V
- Stromaufnahme: 110 mA bei 2S (7,4 V)
- Videostandard: PAL und NTSC (über Tastenmenü leicht einstellbar)
- Sonderfunktionen: Kanalwechsel über PWM
- Video drehen (180° und/oder spiegeln)
- Videostandard wählbar über Tastenmenü
Pros:
- Kanäle über PWM einstellbar und somit quasi on the fly wechselbar
- 40 Kanäle (unter anderem Raceband)
- 7-Segment-Anzeige (keine Liste mehr, welche LED bedeutet was, sondern saubere, schnelle Ablesbarkeit)
- Videobild kann gedreht und gespiegelt werden
- LC-Filter + Step-down schon integriert (2-4S tauglich ohne Modifikation)
- CP-Antenne an Antennenkabel verlötet, anstatt an leicht brechendem Platinenstück wie bei den anderen AIO-Modellen und allgemein sehr robust ausgeführt
- CP-Antenne aus dickerem Blech gestanzt und ordentlich verlötet (ohne „Kondensator“, wie man ihn sonst von den Billig-Antennen her kennt)
- Performance (Reichweite und Bildstabilität)
- Gute Auflösung und Farben
- Anschlüsse steckbar ausgeführt, somit kann sie leicht zwischen den verschiedenen Modellen hin- und her gewechselt werden.
Contras:
- Etwas schwerer als andere AIO-Cams (dafür aber auch robuster)
- Linse war zwar fokussiert, aber nicht fixiert (lässt sich mit einem Tropfen Heißkleber (aka. Sepp-Fix) einfach beheben)
- Durch den Step-down zwar bis zu 4S-fähig, aber bei der Verwendung in 1S-Modellen wird ein Step-up (z.B. Pololu) benötigt
Test:
Ich habe die Kamera zum Testen auf meinen Losi 1:24 geschnallt. Als Erstes ist die Reichweite positiv hervorzuheben. Ich habe mit der Standardkonfiguration 4 cm über dem Boden über 500 m Reichweite erzielt (bei 300 m gingen die ersten Störungen los, bei 500 m waren sie dann so stark, dass ich bei einem Flugmodell umgedreht wäre). Beim Rumspringen im Skatepark hat sich dann auch die Robustheit der Antenne gezeigt: Ich bin mehrere Male direkt aus verschiedenen Höhen auf der Antenne gelandet und geschlittert, ohne sie zu verbiegen. So sah die Kamera danach aus:
Allgemein macht die Kamera einen ordentlich durchdachten und soliden Eindruck. Die Spannung wird ordentlich gefiltert. Die Farben kommen schön klar rüber und auch die Übertragung ist stabil.
Testfahrt:
Fazit:
Für mich ist die Kamera eine klare Kaufempfehlung für alle, die auf der Suche nach einer günstigen UND robusten AIO-Cam sind. Vor allem durch die steckbaren Anschlüsse, das drehbare Bild und die stabile Antennenausführung ist sie sehr flexibel und universell einsetzbar. Einzig mit dem Gewicht und der min. 5 V Eingangsspannung ist sie weniger für Kleinstmodelle mit 1S-Lipo geeignet (aber trotzdem nutzbar! Man braucht halt einen Step-up-Wandler), dafür aber super für kleine RC-Cars oder Copter (z.B. MQX oder VL919)
Hier nochmal der Link zur Cam Eachine MC01 AIO 40Ch Cam 🙂






