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Micro Modellfinder mit Akku – Selbstgebaut

von Béla Sausewind

Nachdem ich meinen FPV-Bonsai nach Daniels Vorbild nun auch endlich fertig hatte, stellte sich beim Einfliegen heraus, dass ich 4g Blei in der Nase brauchte. Blei kann man aber auch durch einen Modellfinder (mit Akku) ersetzen!

Mini Modellfinder mit Akku

Mini Modellfinder mit Akku

Im letzten Sommer haben wir neben unserer Lieblingsflugwiese mehrmals verzweifelt Modelle im Maisfeld gesucht und sind dabei teilweise nur 2m dran vorbeigegangen. So ein Bonsai gehört größenbedingt zur gefährdeten Gattung von Modellflugzeugen die irgendwo im Gestrüpp, Wiese oder Baum verschwinden.

Ein Ortungspiepser muss her. Problem bei den Dingern ist, dass die keinen Mucks mehr von sich geben, wenn die Stromversorgung unterbrochen ist. Und das ist gar nicht so selten, wenn man richtig einbombt. Auf manchen Coptern hab ich einen Umgebauten Türalarm nach Anleitung aus der FPV-C. Leider ist der ziemlich groß und schwer.

Hier ein Vergleich: re. umgebauter Türalarm (22g) und li. Mini-Piepser (5,5g)

Kühlschrankalarm

Kühlschrankalarm

Ich wollte also einen möglichst kleinen Ortungspiepser mit eigener Stromversorgung, der nicht viel mehr als 4g wiegt und vom Antriebsakku geladen wird, damit ich mich nicht auch noch um das Laden kümmern muss. Kosten sollte er auch so wenig wie möglich. Leider habe ich so einen Alleskönner nicht zum kaufen gefunden. Also selbst bauen.

Bauteile

Schaltplan des Modellfinders

Kühlschrankmagnet mit Akku

Kabel entsorgen

Als erstes die schweren Kabel weg, dann den Piepser auf die andere Seite löten (besserer Formfaktor)

Beeper umgelötet Kabel entfernt

Kleinzeug anlöten

Dann die Diode, Widerstand, Akku, Kabel und Schalter dran. Fertig.

Gewicht: 5,5 Gramm
Gewicht: 5,5 Gramm
Mini Modellfinder mit Akku
Mini Modellfinder mit Akku

Die Diode kommt direkt in die Anschlussleitung zum Empfänger und dient dazu, dass bei abgestecktem Flugakku kein Strom aus dem winzigen Akku zurück zum Modell fließt. Außerdem setzt sie die Spannung von 5V des Empfängers auf ca 4,3V herunter (4,3V hält ein Lipo aus auch wenn es nicht ideal ist und die Ladeschlussspannung eigentlich 4,2V sein sollte) und der Widerstand begrenzt den maximalen Ladestrom auf circa 90mA. Widerstand und Diode sind zusammen eine (sehr) primitive Ladeschaltung für den Lipo. Der Akku selbst hat eine Schutzschaltung integriert und wird bei Überspannung (4,3V) oder Unterspannung (2,5V) getrennt. Das ganze funktioniert besser als gedacht und der Lipo wird automatisch aufgeladen, wenn der Empfänger Strom hat.

Hinweis Diode:

  • Der Widerstand darf nicht weggelassen werden, da der Lipo sonst mit bis zu 300mA geladen und dabei zerstört wird! Da hilft auch die Schutzschaltung nichts.
  • Die Diode muss eine Siliziumdiode sein, da nur diese einen Spannungsabfall von 0,7V hat.
  • Akkus gibt es auch bei Hobby King oder Banggood. Achtet unbedingt darauf, dass dieser eine Schutzschaltung hat. Kann man auch herausfinden durch Entladen (z.B. mit einer LED). Bei 2,5V schaltet der Akku einfach ab. Ohne Schutzschaltung rate ich von der oben beschriebenen Lademethode ab! Auch kann der Akku dann tief entladen und damit zerstört werden.

Natürlich könntet Ihr auch noch einen 5x Step-Up für 5V einbauen, aber hier soll es billig und simpel sein. Der Piepser (s.o.) ist auch bei 3,8V nur gering leiser als bei 5V.

Eine Alternative wäre auch noch der Ortungspiepser von ELV. Der brauch evtl. aber einen Step-Up, kostet in der Summe mind. doppelt so viel und Lieferzeit aktuell 12 Wochen!

Viel Spaß beim Nachbauen!

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