Gerade ist mir aufgefallen, dass es für meinen Nano Blackout FPV noch gar keinen Baubericht gibt – das hole ich jetzt hier nach! Beim Stöbern in der FPV Community bin ich über den Baubericht von Jayson zu seinem Mini Blackout H mit Hubsan-Teilen gestoßen. Da ich das Framedesign des Blackout H sehr ansprechend finde und sowieso ein Faible für Nano-Copter habe, wurde erstmal etwas recherchiert. Ich war nämlich mit der Hubsan-Empfängerplatine nicht so zufrieden, was die Reichweite anging, vor allem wenn andere 2,4-GHz-Anlagen in der Nähe in Betrieb waren.
Irgendwann bin ich dann auf die Hobbyking Nano-Wii-Platine gestoßen und siehe da: Die Bohrungen passen, und auch die Maße! Leider war die Platine bei Amazon auf Backorder (wie so vieles …). Über die FPV-Community bin ich dann doch noch kurzfristig an eine originalverpackte Platine gekommen (Danke Bernd!). Den Frame hat mir Binolein gefräst. Als Motoren habe ich die CL-0820-17 „Dark Edition“ 8.5x20m vom Micro Motor Warehouse verwendet. Alternativ gehen auch die Original Hubsan Motoren
Propeller im 5er Pack
Natürlich braucht man auch Propeller. Ich hab mir ein paar von diesen 2er-Packs bestellt. Da kosten 5 Sets so viel wie ein einzelnes Paar bei Ebay …
Kamera 1 Gramm
Die Kamera ist eine 8-€-Pinhole-1g-Cam von Amazon. Als Videosender verwende ich ein Sendemodul, ebenfalls von Amazon. Das Sendemodul und die Kamera werden von einer Pololu Step-up/Step-down-Kombi mit den nötigen Spannungen versorgt.
Step-up
Step-up von der Lipo-Spannung auf 9V, dann ein Step-down auf 5V für die Kamera und ein Step-down auf 3,3V für den Videosender. Anfängliche Versuche mit LC-Filtern, Glättungselkos usw. brachten einfach null Erfolg – ich hätte das Projekt fast schon wieder eingestampft … Die Bürstenmotoren machen einfach die ganze Onboard-Spannung kaputt!
Videosender modifiziert
Außerdem habe ich den Sender auch auf 16 Kanäle umgerüstet (E- und B-Band umschaltbar). Das ist bei Treffen ganz nützlich. Die Dipschalter für die Band- und Kanalumschaltung habe ich auf der Rückseite verklebt und verlötet. Den freien Dipschalter habe ich verwendet, um das FPV-Equipment (Kamera und Sender) auch ausschaltbar zu machen, falls man einfach mal auf Sicht fliegen möchte. Hier erstmal ein paar Bilder zu den Sendermodifikationen:
Das Hobbyking MultiWii-Board habe ich von seinem seltsamen Stecker für den FTDI-Adapter befreit, da ich einfach keinen passenden Stecker gefunden habe. Wichtig ist hierbei, dass VCC nicht an dem normalen FTDI-Adapter angeschlossen wird, da dieser in der Regel mit 5V arbeitet. Um Einstellungen an dem Board vornehmen zu können, muss das Board dann halt immer mit einem Lipo versorgt werden. Weitere Infos zu dem Board findet ihr in dem MultiWii Hubsan X4-Bericht.
Zusammenbauen
Fertiger Copter
Gewicht
Hier noch ein Testvideo von einem Flug im Hinterhof – leider etwas unprofessionell, da ich aktuell ohne Groundrecorder auskommen muss!















