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Noch vor Weihnachten – USA kündigt Registrierungspflicht für Mensch und Maschine an

von Dominik

Das US Department of Transportation (DOT) hat soeben in einer Pressekonferenz angekündigt, dass sich alle Modelle und Piloten registrieren müssen. Und das schon bis Weihnachten!

Das DOT übersteht der Federal Aviation Administration (FAA) und hat mit dem heutigen Tage erstmal konkrete Rahmenbedingungen für die durchaus als unsicher zu bezeichnenden Umstände in den Staaten angekündigt. Derzeit wird intensiv daran gearbeitet, wie die Registrierung von Mensch und Maschine ablaufen wird. Laut Anthony Foxx, DOT Secretary, “with the goal of having some rules in place by the middle part of December”.

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Ähnlich wie in Europa sind Gesetze und Rahmenbedingungen bisher sehr undurchsichtig und man ist häufig dazu gezwungen, sich in rechtlichen Grauzonen zu bewegen. Zudem führen die leichte und schnelle Handhabung von RTF-Systemen, beispielsweise aus der beliebten Phantom-Serie von DJI, zu einer Vielzahl ungeübter “Piloten”, die sich häufig nicht an die Grundregeln der Szene halten und unter Umständen damit die öffentliche Sicherheit gefährden. Das trägt bisher leider auch dazu bei, dass das Hobby und der Begriff “Drohne” in der Öffentlichkeit zunehmend negativ konnotiert wird.

Dazu haben in den vergangenen Monaten auch diverse Zwischenfälle beigetragen, wie beispielsweise ein Absturz im Garten des Präsidenten, oder beinahe Kollisionen mit Flugzeugen. In der Nähe von Flughäfen ist das Einhalten von Sicherheitszonen PFLICHT! Auch in Deutschland. Es drohen empfindliche Strafen, dennoch wissen viele Neulinge häufig nichts von Sicherheitszonen oder anderen Grundregeln.

Das “schnelle” Eingreifen wird wohl auch durch das Weihnachtsgeschäft und die damit zunehmend steigenden Verkaufszahlen von RTF-Systemen in Verbindung mit unwissenden Piloten motiviert sein. Die FAA steht unter Zugzwang.

Konkrete Regelungen sind schon lange überfällig. Noch steht allerdings nicht genau fest, wie diese tatsächlich aussehen werden. Die Registrierung wird allerdings keinen Pilotenschein benötigen. Viele Fragen stehen daher auch nach der Pressekonferenz noch offen im Raum. Wird es eine Pflicht für Seriennummern geben? Wie sehen konkrete Strafen aus? Was passiert mir DIY-Modellen? Was passiert, wenn mein Freund am Steuer sitzt? … … …

Fest steht aber, dass die Gesetze schon bald konkretisiert werden. Ob das noch vor Weihnachten rechtlich noch möglich sein wird, bleibt fraglich. Auch die Umsetzung wird kein Kinderspiel. Die FAA und das DOT sind trotzdem gezwungen, schnell und sinnvoll zu handeln. Bleibt zu hoffen, dass bei einem so schnellen Entscheidungsprozess ALLE Stakeholder , allen voran die Piloten selbst, einbezogen werden und das Hobby in Zukunft nicht zu Tode reguliert wird, so wie das bei unseren Nachbarn in Österreich der Fall ist.

Auch ich finde, dass in Deutschland endlich konkrete Regelungen und eine klare Gesetzgebung nötig sind. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das eigentliche Hobby, das Modellbauen und Modellfliegen, durch viele  Neueinsteiger die über Ihre Verantwortung häufig nicht nachdenken, zunehmend in Verruf gerät und damit den tatsächlich langjährigen Hobbyisten in die Quere kommt. Für eine kommerzielle Nutzung gibt es hierzulande bereits viele Regelungen und jeder Pilot, sowie seine Modelle, sind registriert. So muss zum Beispiel jeder kommerzielle Flug in ein Flugbuch eingetragen werden. Jedoch sind kommerzielle Nutzer klar von Hobbypiloten zu unterscheiden!

Wir freuen uns über jeden Neueinsteiger, appellieren aber an eine Auseinandersetzung mit Gesetz und Technik. Egal WAS oder seit WANN – Fliegen benötigt Verantwortungsbewusstsein!

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